FDM-Druck
Geschmolzener Kunststoff, Bahn für Bahn – für robuste Funktionsteile, Halter und Gehäuse.
- aufbauend
- große Teile
- robust
Print'n'Beam ist unser Projekt rund um 3D-Druck, Lasergravur und UV-Druck. Hier erklären wir, wie die Verfahren funktionieren, was sie können – und wo ihre Grenzen liegen.
Zwei Verfahren bauen Objekte auf, zwei arbeiten mit Licht auf der Oberfläche. Jedes hat seine Stärken – und oft entsteht das beste Ergebnis aus einer Kombination.
Geschmolzener Kunststoff, Bahn für Bahn – für robuste Funktionsteile, Halter und Gehäuse.
Flüssiges Harz, mit UV-Licht gehärtet – für feinste Details und glatte Oberflächen.
Ein fokussierter Lichtstrahl graviert und schneidet Holz, Leder, Karton und Acryl.
Farbige Motive direkt auf Objekten – Tinte, die unter UV-Licht sofort aushärtet.
Typische Materialien
PLA · PETG · ASA · TPU
FDM-Druck (Fused Deposition Modeling, auch FFF) ist ein 3D-Druckverfahren, bei dem thermoplastischer Kunststoff geschmolzen und Schicht für Schicht zu einem Objekt aufgebaut wird.
Ein Kunststoffdraht, das Filament, wird in einer beheizten Düse geschmolzen und Bahn für Bahn auf die Druckplatte gelegt. Ist eine Schicht fertig, hebt sich die Düse um einen Bruchteil eines Millimeters und legt die nächste darauf. Drucker mit mehreren Druckköpfen wechseln dabei zwischen Farben oder Materialien.
Ideal für Halterungen, Gehäuse, Ersatzteile, Prototypen, Organizer und Cosplay-Teile.
Typische Materialien
Standard · ABS-like · flexibel · wasserwaschbar
Resin-Druck (Harzdruck, MSLA – eine Form der Stereolithografie) ist ein 3D-Druckverfahren, bei dem flüssiges Kunstharz Schicht für Schicht mit UV-Licht ausgehärtet wird.
Statt Kunststoff zu schmelzen, härtet hier UV-Licht flüssiges Kunstharz aus. Ein Bildschirm unter der Harzwanne belichtet jeweils eine komplette Schicht auf einmal; die Bauplattform zieht das Objekt dabei kopfüber aus dem Harz. Danach wird das Teil in Alkohol gewaschen und unter UV-Licht nachgehärtet.
Ideal für Miniaturen, Figuren, Schmuckmodelle, Architektur- und Dentalmodelle.
Typische Materialien
Holz · Leder · Karton · dunkles Acryl · Schiefer
Lasergravur und Laserschnitt sind abtragende Verfahren: Ein gebündelter Laserstrahl verdampft oder verfärbt Material, um Motive einzugravieren oder Konturen auszuschneiden – berührungslos und sehr präzise.
Ein Diodenlaser bündelt Licht auf einen winzigen Punkt. Dort wird das Material so heiß, dass es verdampft oder sich verfärbt. Mit wenig Leistung entsteht eine Gravur, mit voller Leistung und mehreren Durchgängen ein Schnitt. Weil die Gravur in das Material geht, ist sie praktisch unverwüstlich.
Ideal für Schilder, Untersetzer, Geschenke mit Namen, Schablonen, Modellbau und Lederanhänger.
Typische Materialien
Holz · Acryl · Metall · Glas · Leder
UV-Druck (UV-Direktdruck) ist ein Digitaldruckverfahren, bei dem Tinte direkt auf ein Objekt gedruckt und sofort mit UV-Licht ausgehärtet wird – statt auf Papier oder Folie.
Ein Druckkopf sprüht winzige Tropfen spezieller Tinte auf die Oberfläche, direkt dahinter härtet UV-Licht jeden Tropfen in Sekundenbruchteilen aus. Mit weißer Tinte als Grundierung leuchten Motive auch auf dunklem oder transparentem Untergrund, Klarlack in mehreren Schichten erzeugt glänzende, fühlbare Effekte.
Ideal für Schilder, Handyhüllen, Fotogeschenke, Typenschilder, Acrylaufsteller und Werbeartikel.
Die Frage ist selten „Was ist das beste Verfahren?“, sondern „Was braucht dieses Teil?“
Zähe Materialien, große Bauteile, günstig im Material.
FDM
Hauchdünne Schichten und eine glatte Oberfläche.
Resin
Die Gravur geht ins Material, statt darauf zu liegen.
Laser
Präzise Konturen und filigrane Formen ohne Säge.
Laser
Vollfarbe direkt auf Holz, Acryl, Metall oder Glas.
UV-Druck
Erst mit dem Laser ausschneiden, dann bedrucken.
LaserUV-Druck
| Merkmal | FDM-Druck | Resin-Druck | Laser | UV-Druck |
|---|---|---|---|---|
| Prinzip | Kunststoff schmelzen und schichtweise ablegen | Harz schichtweise mit UV-Licht härten | Material mit Licht abtragen oder verfärben | Tinte aufdrucken und mit UV-Licht härten |
| Ergebnis | Neues Objekt | Neues Objekt | Gravur oder Zuschnitt | Farbige Oberfläche |
| Materialien | PLA, PETG, ASA, TPU | Standard-, ABS-like- und flexibles Harz | Holz, Leder, Karton, dunkles Acryl, Schiefer | Holz, Acryl, Metall, Glas, Leder |
| Stärke | Robust, groß, günstig | Feinste Details, glatte Oberfläche | Dauerhaft, präzise | Vollfarbe auf fast jedem Untergrund |
| Grenze | Sichtbare Schichtlinien, Stützen bei Überhängen | Kleiner Bauraum, Nachbearbeitung | Kein Metallschnitt, kein PVC | Nur flache Flächen, nicht spülmaschinenfest |
Viele der schönsten Projekte nutzen mehr als ein Verfahren. Genau dafür steht der Name: Print und Beam.
Eine private Maker-Werkstatt mit Geräten etablierter Hersteller – kein Ladengeschäft und kein Ort zum Vorbeikommen.
Wir probieren Materialien und Einstellungen aus, dokumentieren, was funktioniert, und teilen das Wissen hier. Die Werkstatt wächst mit den Projekten. Besuche und Abholungen sind nicht möglich – Kontakt läuft ausschließlich per E-Mail.
Sicherheit gehört dazu. Laser und Resin laufen nur mit Absaugung bzw. Lüftung, bei Harz ist Schutzausrüstung Pflicht.
FDM-Druck
Snapmaker
Mehrfarbig mit Werkzeugwechsler
Resin-Druck
Anycubic
Harzdruck für feinste Details
Laser
Creality
Diodenlaser für Gravur und Schnitt
UV-Druck
xTool
UV-Direktdruck auf Objekten
Kurze Antworten zu Materialien, Dateien und den Grenzen der Verfahren.
Beim FDM-Druck wird geschmolzener Kunststoff Bahn für Bahn abgelegt. Das ergibt robuste, günstige Teile, aber sichtbare Schichtlinien. Beim Resin-Druck härtet UV-Licht flüssiges Harz Schicht für Schicht aus. Die Schichten sind dabei deutlich dünner, die Oberfläche ist glatt und feinste Details bleiben erhalten – dafür sind die Teile kleiner und oft spröder.
Für den 3D-Druck ein 3D-Modell, am besten als STL, 3MF oder STEP. Für den Laser Vektorgrafiken wie SVG, DXF oder PDF; Fotos lassen sich als Rastergravur umsetzen. Für den UV-Druck Bilddaten in hoher Auflösung, etwa PNG mit transparentem Hintergrund oder eine Vektorgrafik.
Nein. Ein Diodenlaser schneidet Holz, Sperrholz, Karton, Leder und dunkles Acryl. Metall kann er nicht schneiden, aber je nach Oberfläche markieren – etwa eloxiertes Aluminium oder beschichtete Oberflächen. Transparentes und hellblaues Acryl lässt der Laserstrahl weitgehend durch.
Alles, was beim Verbrennen giftige oder ätzende Gase freisetzt – allen voran PVC und Vinyl, die Chlorgas bilden. Auch Polycarbonat, glasfaserverstärkte Kunststoffe und unbekannte Materialien kommen nicht unter den Laser.
Die Tinte härtet sofort unter UV-Licht aus und haftet auf vielen Oberflächen gut. Sie ist wischfest und für den Innenbereich sehr beständig. Gegen ständigen Abrieb, Spülmaschine und direkten Lebensmittelkontakt ist eine Lasergravur die bessere Wahl, weil sie in das Material geht statt darauf zu liegen.
In der Regel nicht. Auch wenn das Filament selbst unbedenklich ist, sammeln sich in den feinen Rillen zwischen den Schichten Rückstände, die sich kaum reinigen lassen. Für Ausstechformen oder Deko ist das unkritisch, für Geschirr im Alltag nicht.
Das hängt vom Verfahren ab. Typische Schichthöhen liegen beim FDM-Druck bei etwa 0,1 bis 0,3 Millimetern, beim Resin-Druck bei etwa 0,02 bis 0,05 Millimetern. Deshalb wirken Resin-Drucke glatter und zeigen feinere Details, während FDM-Teile größer und robuster sein können.
Die Lasergravur trägt Material ab oder verfärbt es – das Motiv liegt im Material, ist einfarbig und praktisch unverwüstlich. Der UV-Druck legt Farbe auf die Oberfläche – das Motiv ist vollfarbig und fotorealistisch, aber empfindlicher gegen Abrieb. Beide lassen sich kombinieren, etwa ein gelasertes Schild, das anschließend bedruckt wird.
MSLA steht für Masked Stereolithography. Ein LCD-Bildschirm unter der Harzwanne maskiert UV-Licht so, dass eine komplette Schicht auf einmal belichtet wird. Das ist die Technik der meisten heutigen Resin-Drucker für den Werkstatt- und Heimgebrauch.
Nein. Print'n'Beam ist eine private Werkstatt ohne Publikumsverkehr – es gibt keine Öffnungszeiten, keine Besuche und keine Abholung. Die Anschrift im Impressum ist die Geschäftsadresse der Digitmedia e.K. Fragen beantworten wir gerne per E-Mail.
Print'n'Beam ist in erster Linie ein Werkstatt- und Informationsprojekt: Wir zeigen, was die Verfahren können und wo ihre Grenzen liegen. Wenn Sie eine konkrete Idee haben, schreiben Sie uns gerne – ob und wie sie sich umsetzen lässt, klären wir im Einzelfall.
Stand: · Angaben nach eigener Werkstatterfahrung, ohne Gewähr.
Fragen zu einem Verfahren, einem Material oder einem Projekt? Schreiben Sie uns – wir antworten gerne, auch wenn die Antwort manchmal „das geht so nicht“ lautet.
hallo@printnbeam.de